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The Ruins Of Beverast – exuvia

The Ruins Of Beverast - exuviaBei nächster Gelegenheit muß ich den Herrn Meilenwald mal fragen, wer oder was sich gehäutet hat, gibt der Albumtitel doch viel Spielraum zur Interpretation. Exuvia ist nämlich das Hautskelett, das übrig bleibt, wenn sich z. B. Spinnen oder Schlangen häuten.

Auf eine gewisse Art haben das „The Ruins Of Beverast“ auf dieser Scheibe getan. Keine Sorge, wir haben es hier bei weitem nicht mit indianischer Weltmusik zu tun, wie manche nach der letzten EP befürchteten. Wir befinden uns nach wie vor in der pechschwarzen, gefährlichen Prärie, haben nun aber die komfortable Situation, dass wir in einem Tipi sitzen, Carlos Castaneda (Die Lehren des Don Juan) lesen und diverse Schwammerl und Rettiche zur Verfügung haben.

Wenn ich den Titel auf mich und dieses Meisterwerk beziehe, dann fühle ich mich nun nicht mehr wie die leere Hülle, die ich nach dem konzentrierten Hören eines „The Ruins Of Beverast“ Albums war („foulest semen of a sheltered elite“ z. B. lässt mich in diesem Zustand gerne zurück). Vielmehr fühle ich mich diesmal, als ob ich auf eine spirituelle Reise mitgenommen wurde, die zwar extrem gefährlich scheint, mich aber wachsen hat lassen und nun „nur“ noch meine Exuvia hinter mir liegt.

Nicht schön, der Anblick, aber sowas geht mir durch den Kopf, wenn ich die sechs überlangen, hypnotisierenden und atmosphärisch extrem dichten Lieder höre, die mit (indianischen) Samples (inkl. Dudelsack bei „The Pythia’s Pale Wolves“, meinem persönlichen Highlight der Platte, da hier alles, was „The Ruins Of Beverast“ ausmacht, konzentriert dargeboten wird) und Frauenstimme angereichert und hervorragend produziert sind.

Alexander von Meilenwald ist es gelungen, sich der eigenen Kreativität hinzugeben und Raum für neue Ausdrucksmöglichkeiten zu schaffen, ohne die eigene Identität zu verlieren bzw. auf „nur“ hohem Niveau zu stagnieren.

Dieses, meine Damen und Herren, ist ein Album für die Ewigkeit und vollkommen zurecht in „hayretic’s finest“ aufgenommen.

11 spirituelle Meerrettiche


Erscheinungsdatum: 5. Mai 2017
Spieldauer: 67:38
Label: VAN Records

Tracklist:
1. Exuvia (15:27)
2. Surtur Barbaar Maritime (8:51)
3. Maere (On A Stillbirth’s Tomb) (11:22)
4. The Pythia’s Pale Wolves (14:34)
5. Towards Malakia (9:39)
6. Takitum Tootem! (Trance) (7:45)

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Lyrik zur Nacht:

"our tongues are burning, our hearts are yearning, this world deserving, will see a new sun rising, he speaks with fire, commands desire, a man from higher, the scion of thunder" -- BÖLZER, hero